UX-Design für ein zukunftsfähiges Streaming-Erlebnis
RTL+ wollte Streaming für alle Generationen und mehrere Geräte gleichzeitig denken. In Mini-Design-Sprints haben wir Konzepte gemeinsam entwickelt und getestet.
Streaming ist längst kein passives Zuschauen mehr. Jüngere Menschen schauen fern und haben gleichzeitig das Smartphone in der Hand, ältere erwarten vor allem Orientierung. RTL+ wollte beiden gerecht werden. Statt mit fertigen Lösungen zu starten, haben wir gemeinsam mit dem Team zuerst die richtigen Probleme gesucht und daraus Konzepte für Live-TV und Multi-Device-Nutzung entwickelt.
Challenges & Ziele
Veränderte SehgewohnheitenJüngere Generationen streamen nicht mehr bewusst, sondern nutzen parallel Fernseher und Smartphone. Klassische Streaming-Oberflächen sind darauf nicht ausgelegt.
Sehr unterschiedliche ZielgruppenVon der Generation Z bis zu älteren Zuschauer:innen: Erwartungen, Nutzungssituationen und technisches Vorwissen gehen weit auseinander.
Live-TV als SchwachstelleDas Live-TV-Erlebnis war ein zentraler Verbesserungspunkt. Die Navigation war für viele Nutzer:innen nicht intuitiv genug.
Ein Erlebnis für alle AltersgruppenDie Plattform sollte jüngere und ältere Nutzer:innen gleichermaßen abholen, ohne eine der Gruppen zu überfordern.
Streaming über mehrere Geräte denkenFernseher und Smartphone sollten zusammenspielen, statt um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.
Probleme verstehen, bevor Lösungen entstehenAlle Stakeholder sollten früh eingebunden werden, damit Entscheidungen auf echten Nutzerbedürfnissen basieren.
Unsere Lösung

Mini-Design-Sprints
Kurze Sprints mit Entwicklung, Product Ownern, Analyst:innen und UI-Design brachten schnell belastbare Ergebnisse.

Live-TV-Optimierung
Eine neu gestaltete Oberfläche macht das Live-Programm schneller auffindbar und intuitiver bedienbar.

Multi-Device-Konzepte
Funktionen für Streaming 2.0 ermöglichen die gleichzeitige Nutzung von Fernseher und Smartphone.

Usability-Tests
Alle Konzepte wurden mit echten Nutzer:innen getestet und auf Basis des Feedbacks verfeinert.
* Aus Datenschutzgründen zeigen wir nur eine Darstellung, die vom originalen Software-Layout und Inhalt abweicht.
Unser Ansatz
Im B2C-Bereich starten viele Projekte mit einer fertigen Idee, bevor das eigentliche Problem verstanden ist. Bei RTL+ sind wir bewusst anders vorgegangen. Als Teil des UX-Teams haben wir kurze Design-Sprints aufgesetzt, die von Anfang an alle relevanten Perspektiven zusammenbrachten. In zweistündigen Sessions haben wir den Ist-Zustand analysiert, Anforderungen gesammelt und Lösungen anderer Streaming-Anbieter untersucht. Danach ging es in Sketching-Sessions mit den Stakeholdern, ins Wireframing und Prototyping und schließlich in Tests mit echten Nutzer:innen. So ließen sich schwache Ideen früh aussortieren.
Die Ergebnisse
Die enge Zusammenarbeit hat zu Konzepten geführt, die von Nutzer:innen bestätigt und von allen beteiligten Abteilungen freigegeben wurden.
Schnellere Entscheidungen
Schwache Ansätze fielen früh weg. Das Team konnte schneller entscheiden, ohne Abstriche bei der Qualität.
Abteilungsübergreifend freigegeben
Alle relevanten Abteilungen haben die Konzepte vor der Umsetzung geprüft und mitgetragen.
Konzepte für die Zukunft
Die Lösungen greifen kommende Trends im Medienkonsum auf, von Personalisierung bis Multi-Device.


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